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Bundesregierung ./. Internet

  • Nataša Jović
  • 28. März 2009 um 21:20
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  • Nataša Jović
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    • 28. März 2009 um 21:20
    • #1

    Bundesregierung ./. Internet

    Zitat

    Bundesregierung will Kinderporno-Seiten im Internet sperren

    Schluss mit Kinderpornos im Netz: Die Bundesregierung will Kinderporno-Seiten komplett sperren lassen. Statt der Bezahlseiten taucht dann ein rotes Stopp-Schild auf dem Bildschirm auf. Deutsche Provider sollen entsprechende Filter einbauen. ([URL=http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/4/0,3672,7505476,00.html]heute.de[/URL])

    Was Experten davon halten:

    Zitat

    Internetwirtschaft: Sperrung von Kinderporno-Seiten nutzlos

    Der Vorstandsvorsitzende des Verbands der deutschen Internetwirtschaft (eco), Michael Rotert, hält nichts von der Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet. "Die Provider tun sich deshalb so schwer mit der Sperre, weil sie nicht hilft", sagte Rotert der Berliner Zeitung, "man muss kein Profi sein, um Schlupflöcher zu finden." Er befürchte, dass schon bald die entsprechenden Anleitungen im Internet kursieren würden, wie man ungefiltert surfen könne, meinte der eco-Chef. (...)

    eco-Chef Rotert griff nun auch einige Kritikpunkte auf, die von manchen Kinderschutzorganisationen erhoben werden. Der Verband glaube, "dass, wenn Sperrlisten existieren, und das zeigt die Vergangenheit, diese innerhalb kürzester Zeit auch irgendwo auf Schulhöfen und in der Öffentlichkeit gehandelt werden, und damit ist den Opfern wirklich nicht geholfen". (heise.de)

    Zitat

    Die falschen Tatsachenbehauptungen der Bundesregierung

    Weder in dem Eckpunktepapier noch in der Berichterstattung der Mainstreammedien wird darauf hingewiesen, dass die meisten Server, auf denen kinderpornografisches Material gehostet wird, in der EU und den USA stehen, wobei Deutschland und die Niederlande die Spitzenstellung innerhalb der EU einnehmen. Die Bundesregierung muss sich also fragen lassen, warum man nicht im eigenen Land, innerhalb der EU und auch in Kooperation mit den Behörden anderer Staaten gegen die Täter vorgeht oder zumindest gegen deren Hostprovider. (...)

    Die Analyse der Sperrlisten der europäischen Vorbilder hat vielmehr ergeben, dass nur ein geringer Bruchteil der Seiten, die auf diesen Sperrlisten geführt werden, überhaupt kinderpornografische Inhalte aufweist. (...) Aufgefallen ist in den anderen europäischen Staaten, dass es immer wieder zur Blockade legaler Websites gekommen ist, darunter so bekannte Sites wie die des W3C, von Wikipedia oder archive.org. (...)

    Hauptumschlagsplatz für Kinderpornografie sind im Internet sog. Peer-To-Peer-Netzwerke und Chats, in denen Pädophile stärker uner sich sind und einen direkten Datenaustausch pflegen können. Das World Wide Web, auf das die Maßnahmen der Bundesregierung ausschließlich abzielt, stellt keinen wesentlichen Vertriebsweg für Kinderpornografie dar. (Internet-Law)

    Zitat

    Wirksamkeit von Kinderporno-Sperrungen umstritten

    Die Polizei des Vorzeigelands Schweden hat hingegen im FOCUS-Interview Zweifel an der Wirksamkeit von Blockaden geäußert. „Unsere Sperrmaßnahmen tragen leider nicht dazu bei, die Produktion von Webpornografie zu vermindern“, bilanzierte der Chef der Polizeiermittlungsgruppe gegen Kinderpornografie und Kindesmisshandlung in Stockholm, Björn Sellström. Die Zahl der gesperrten Seiten habe sich seit der Einführung des Systems im Jahr 2005 auf 5000 erhöht. Zudem könnten Nutzer die Stopp-Seiten problemlos umgehen. (...)

    Auch die Annahme, das lukrative Kinderpornogeschäft mittels Überwachung der Geldströme auszutrocknen, ziehen Experten in Zweifel. Der Professor für forensische Psychiatrie an der Universität Regensburg, Michael Osterheider, schätzte in FOCUS: „Zwei Drittel der Täter tauschen Bilder kostenlos im Web.“ (Focus.de)

    Da stellt sich die Frage, ob die Bundesregierung schlichtweg zu inkompetent ist oder andere Ziele verfolgt.

    Nataša Jović
    Predsednica Vrhovnog suda

  • Aleksandar Ivanov
    Vollkaufmann
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    • 28. März 2009 um 21:23
    • #2

    Es geht darum, wessen Betroffenheitsgeschrei am lautesten ist.

    ÐлекÑандар Иванов
    Aleksandar Ivanov

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  • Nataša Jović
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    • 28. März 2009 um 21:27
    • #3
    Zitat

    Original von Aleksandar Ivanov
    Es geht darum, wessen Betroffenheitsgeschrei am lautesten ist.


    Dann frage ich mich, wieso von den drei Oppositionsparteien zu diesem Thema nichts zu hören ist und man sich von Energiesparhirnen wir Zypris und Grundgesetzgegnern wie Schäuble die Butter vom Brot nehmen lässt. So blöd kann man doch eigentlich nicht sein. ;)

    Nataša Jović
    Predsednica Vrhovnog suda

  • Josip Olić
    9. predsjednik
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    • 22. April 2009 um 23:36
    • #4

    Aus aktuellem Anlass:

    Zitat


    Am 22. April 2009 soll das neue Telemediengesetz vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden, das alle Internet Service Provider zu Sperrungen zwingen soll. Teil davon ist die Aufzeichnung der Zugriffe auf blockierte Seiten, die Protokolle werden dem Bundeskriminalamt zugänglich gemacht, so Schleswig-Holsteins Landesdatenschützer Thilo Weichert. Schon das reine Sperren von Webseiten sei ein grundrechtliches Problem, weil dadurch auch rechtmäßige Inhalte des Internets betroffen sein können, die den uneingeschränkten Schutz des Artikels 5 des Grundgesetzes (Meinungs- und Pressefreiheit) genießen, so Weichert.

    "Die nun bekannt gewordenen Planungen haben aber eine völlig neue Überwachungsdimension: Mit dem Speichern der Zugriffsversuche würde eine Vorverlagerung der Verdachtsgewinnung zur Bekämpfung der Kinderpornografie erfolgen, die Zigtausende von absolut unschuldigen Menschen zu Verdächtigen machen würde."

    Quelle:
    http://www.golem.de/0904/66609.html

    Die Technologie dafür wird man wohl aus China importieren. ;)
    Aber zu deinem letzten Post Jens: Das Thema ist zu heiß für die Parteien, zu einfach ist der Populismus welcher FDP und Grüne ausgesetzt wären. Bislang kam so wie ich das sah nur eine kleine Randnotiz der Liberalen: Man sei dem skeptisch gegenüber. Und auch die Grünen die mit als zentrales Thema dieses Jahr im Wahlkampf den Datenschutz als Thema haben, halten sich vornehm zurück. Man darf es sich ja schließlich auch nicht mit den "Dumm-Wählern" verscherzen. Und damit mit meine ich keine Asozialen, ich meine das 'Spießige Etwas', welches ca. 60-70% des Landes einnimmt. Dazu gehört auch meine Mutter, ist sie noch so weltoffen (immerhin 'nen Franzosen geheiratet!) - aber würde ich sie Fragen was sie davon hält so eine Zensur einzuführen: sie wäre 100% dafür.

    Josip Olić

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  • Duro Jurković
    Macht was mit Medien
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    • 23. April 2009 um 00:02
    • #5

    Jep, das ist einfach politisch zu gefährlich sich in irgendeiner Weise zu äussern das es als "Verharmlosung" oder schlimmeres von Kinderpornographie gesehen werden kann. Dann steht am nächsten Morgen etwas in der Zeitung wie "FDP gegen Kinderpornofilter" und das ist ja wirklich der PR-GAU in einem Wahljahr.

    *Früherer kaysteranischer Präsident
    *Medienunternehmer und Großaktionär von ANTENA S
    "*Eigentümer von NK Dinamo Duranje

  • Aleksandar Ivanov
    Vollkaufmann
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    • 23. April 2009 um 12:43
    • #6
    Zitat

    Original von Duro Jurković
    Jep, das ist einfach politisch zu gefährlich sich in irgendeiner Weise zu äussern das es als "Verharmlosung" oder schlimmeres von Kinderpornographie gesehen werden kann. Dann steht am nächsten Morgen etwas in der Zeitung wie "FDP gegen Kinderpornofilter" und das ist ja wirklich der PR-GAU in einem Wahljahr.

    Du hast da mehr Distanz, bei euch gibt es ja auch eine Kifi-Partei. ;)

    Sicherlich wird demnächst auch der Einsatz der Bundeswehr im Innern mit Kinderpornos legitimiert. Dann kommt er auch auf jeden Fall durch.

    ÐлекÑандар Иванов
    Aleksandar Ivanov

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  • Nataša Jović
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    • 23. April 2009 um 20:15
    • #7
    Zitat

    Original von Aleksandar Ivanov
    Du hast da mehr Distanz, bei euch gibt es ja auch eine Kifi-Partei. ;)


    Das ist wahrscheinlich weltweit die einzige Partei, die ihre Wahlversprechen ernst nimmt und nicht einfach nur von Bild, BamS und Glotze das Programm diktieren lässt. Das sollte man anerkennen. ;)

    Nataša Jović
    Predsednica Vrhovnog suda

  • Duro Jurković
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    • 23. April 2009 um 20:44
    • #8

    Ach Du spielst auf die "Partij voor Naastenliefde, Vrijheid & Diversiteit" (Partei für Nächstenliebe, Freiheit und Diversität" an. Die konnte, wenn ich mich recht erinnere, damals aber nicht an den Wahlen teilnehmen weil sie -sehr überrraschend- nicht genug Unterschriften bekam.

    Viel Schlimmer ist aber das die Lobbygruppe für Pädos in den Niederlanden meinen Vornamen als Namen hat: Martijn. :rolleyes: (Wobei das in den Niederlanden ein recht geläufiger Name ist)

    *Früherer kaysteranischer Präsident
    *Medienunternehmer und Großaktionär von ANTENA S
    "*Eigentümer von NK Dinamo Duranje

  • Aleksandar Ivanov
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    • 23. April 2009 um 23:31
    • #9

    Warum trägt sie denn diesen Namen?

    ÐлекÑандар Иванов
    Aleksandar Ivanov

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  • Duro Jurković
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    • 24. April 2009 um 01:12
    • #10

    Das ist eine Frage die ich mir auch schon mal gestellt habe. Der Niederländischen wikipedia-seite zufolge basiert der Name auf einem gleichnamigen Magazine Anfang der achtziger Jahre. Aber wo die ihren Namen her haben, weiss ich auch nicht und ich werde natürlich auch nicht allzu tiefe Nachforschungen in diesen Kreisen machen. Ich schätze mal einfach, weil der Name Martijn in dieser Periode ein recht populärer Jungennamen war.

    *Früherer kaysteranischer Präsident
    *Medienunternehmer und Großaktionär von ANTENA S
    "*Eigentümer von NK Dinamo Duranje

  • Nataša Jović
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    • 24. April 2009 um 20:56
    • #11
    Zitat

    Original von Duro Jurković
    Ach Du spielst auf die "Partij voor Naastenliefde, Vrijheid & Diversiteit" (Partei für Nächstenliebe, Freiheit und Diversität" an. Die konnte, wenn ich mich recht erinnere, damals aber nicht an den Wahlen teilnehmen weil sie -sehr überrraschend- nicht genug Unterschriften bekam.


    Die hätten mit "Kinder statt Inder" plakatieren sollen, dann hätten die aber binnen zwei Tagen genug Unterschriften zusammen. Und es wäre nicht mal gelogen. ;)

    Nataša Jović
    Predsednica Vrhovnog suda

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    • 8. Mai 2009 um 20:07
    • #12

    Online-Petition gegen Internetsperren verbucht Erfolg

    Bericht darüber lief auch gerade in der Tagesschau.

    Nataša Jović
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    • 8. Mai 2009 um 23:40
    • #13

    Großartig :D

    Nataša Jović
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    • 9. Mai 2009 um 18:42
    • #14

    Missbrauchsopfer kämpfen gegen Netzsperren (ZEIT online)

    Nataša Jović
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    • 9. Mai 2009 um 19:23
    • #15

    Überblick zum Thema Netzsperren

    Sammlung verschiedener News & Meinungen (Pro & Contra)

    Nataša Jović
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    • 19. Mai 2009 um 20:15
    • #16

    [URL=http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommen…rt15890,2797766]Reine Demagogen[/URL]

    Nataša Jović
    Predsednica Vrhovnog suda

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    • 19. Mai 2009 um 20:23
    • #17

    http://www.zeit.de/online/2009/21…satire?page=all
    http://bmi.pifo.biz/

    Zitat

    Ihm sei es unverständlich, wieso "es Sperrlisten und neue Gesetze braucht, um unbestreitbar schwerstkriminelle Inhalte unzugänglich zu machen, wenn es ein paar Minuten dauert, harmlose Satireseiten mit wenigen Klicks am Tag vom Netz zu nehmen".

    Nataša Jović
    Predsednica Vrhovnog suda

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    • 22. Mai 2009 um 23:08
    • #18

    Mehr als 90 Prozent gegen Sperrungen im Internet :)

    Nataša Jović
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    • 26. Mai 2009 um 22:07
    • #19

    Jugendschutz und politische Zensur

    Nataša Jović
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    • 6. Juni 2009 um 18:25
    • #20

    RE: Bundesregierung ./. Internet

    Eine schrecklich nette Familie:

    Der Bruder mußte zurücktreten, weil er auf einem internationalen Gespräch die Gäste mit "Ladies, Gentlemen and Niggers" begrüßte
    Der Vater hat sich offenbar gerne und häufig mit Nazis umgeben
    Die Mutter hat ihre Kinder aus Erziehungsgründen zum Brennessel-Pflücken in den Wald geschickt (natürlich ohne Handschuhe)

    Nataša Jović
    Predsednica Vrhovnog suda

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